Artikel aus der SZ vom 19.06.2007
Von Barbara Wopperer
Die Stadt verändert sich, mit den Menschen, die kommen , und auch mit denen die gehen. Veronika Stadler fährt demnächst nach Südafrika. Mit über 30 anderen Studenten baut sie im Township Orange Farm einen Kindergarten auf. Mehr unter www.orangefarm-tum.de
Wie lange werdet ihr bleiben?
Mindestens sechs Wochen, so lange dauert der Bau des Kindergartens.
Woher stammt die Idee zu eurem Projekt?
Die Idee für diese Art der Entwicklungshilfe stammt aus dem Wiener Rathaus. Dort haben Stadträte die Initiative SARCH (social sustainable architecture) ins Leben gerufen. Studenten entwerfen soziale Einrichtungen in Südafrika und bauen ihre Entwürfe gemeinsam mit den Bewohnern und Nutzern.
Was baut ihr?
Wir entwerfen und planen einen Ersatzbau für eine völlig unzureichende Blechbaracke, die derzeit als Kindertagesstätte genutzt wird.
Was wirst du nach Afrika mitnehmen?
Neugierde, Abendteuerlust, Vorfreude auf ei spannedes Land und die Zusammenarbeit mit den Einheimischen und den Kindern und gleichzeitig aber auch die Angst zu scheitern. Ein mulmiges Gefühl habe ich auch, wenn ich an die körperlichen Strapazen denke, die die Arbeit auf der Baustelle mit sich bringt. Außerdem die bis dahin hoffentlich aufgetriebenen Spendengelder, um Baustoffe und Werkzeuge zu kaufen.
Was wollt ihr in Afrika erreichen?
Mit der Umsetzung dieses Projektes werden extrem kostengünstige Bauweisen erprobt und dokumentiert. Dabei sollen vor allem örtlich vorhandene oder lokal hergestellte Baustoffe zum Einsatz kommen und durch deren Verwendung ein exemplarisches bauwerk realisiert werden. Unser Kindergarten soll unter allen funktionalen und ökologischen Aspekten ein ästhetisches Erscheinungsbild haben. Außerdem sollen sich die Kinder wie auch die Erzieherinnen wohl fühlen.



