ENTWURF WINTERSEMESTER
Durch die Stellung des Gebäudes und die räumliche Abgrenzung der Kirche soll ein gefasster Spielbereich
auf der nördlichen Gründstücksfläche entstehen. Das Gebäude orientiert sich daher in Richtung des unbebauten
Freiraums im Norden. Die Gruppenräume öffnen sich im Grundriss zum Spielbereich während sich
alle Räume im Schnitt Richtung Township öffnen mit dem Gedanken, dass der Höhensprung im Gebäude den
Dimensionswandel von Erwachsenenwelt in Kinderwelt unterstreicht. Dies wird durch die Eingangssituation
in Form eines konischen Körpers zusätzlich verstärkt. Der Kindergarten orientiert sich somit zu Freibereich
und Township und fungiert als deren Bindeglied. Der Baukörper des Kindergartens entwickelt sich mit dem
Geländeverlauf. Die daraus resultierenden unterschiedlichen Niveaus der Gruppen und Nebenräumen spiegeln
sich in den Dachebenen wieder. Städtebaulich stellt der Kindergarten im Township eine Sonderfunktion
dar und muss sich daher in seiner Dimension von den umliegenden Shacks abheben. Die Konstruktion als
Mauerwerk dient einem soliden Erscheinungsbild im Kontrast zu dem provisorischen Charakter der für das
Township typischen Bebauung. Die gemauerten Wandscheiben stoßen aus der zurückgesetzten Fassadenebene
heraus und zonieren den Erschließungsbereich. Gegenüberliegend markieren sie eigene Freibereiche
der Gruppenräume.
Die Gebäudeausrichtung richtet sich ebenso nach dem Sonnenstand im Winter. In den kalten Tagen im Winter ermöglicht die Gebäudestellung einen intensiven Sonneneintrag am Morgen. Im Sommer sollen überschüssige Einträge durch die massiven Materialien gepuffert werden. Die Grundrissstruktur ermöglicht außerdem eine effektive Querlüftung, die bei geschlossener Fassade ein erträgliches bis zu angenehmes Klima im Innenraum erhalten soll. Gleichzeitige Einteilung in halböffentlichen und privaten Bereich.
Die Nutz-Möbel (Küche/Büro/Sitzkisten/Regale) werden als Einbaumöbel ausgeführt.In den Gruppenräumen sind lediglich ausziehbare kindgerechte Tische und kleine Holzkästen als Sitzmöglichkeiten vorgesehen. Diese Einrichtung wird durch kleine Holzhöhlen ergänzt. Diese schaffen kleine kindliche Zonen im Außenbereich und mehr oder weniger geschlossene Höhlen im Inneren, in welche sich die Kinder zurückziehen können, aber trotzdem weiterhin in Blickbeziehung zur Gruppe bleiben können. Auf dem Dach, hinter einer Brüstung befindet sich eine Liegewiese auf die sich die Kinder zum ausruhen zurückziehen können.




